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SPD Schaeftlarn.

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Kommunalpolitik :

Für uns im Gemeinderat

Hans-Jürgen Heinrich

Hans- Jürgen Heinrich

Anwänden 4
82067 Zell
Telefon 08178/4169

 

Antrag der SPD zur Ortsgestaltungssatzung

Antrag der SPD an den Gemeinderat

Der Entwurf des Planungsverbandes zur Überarbeitung der Ortsgestaltungssatzung liegt nun vor.Entsprechend unseres Antrags werden darindie einzelnen Gemeindeteile deutlich unterschieden. Bis Ende Februar sollen die Fraktionen Änderungsvorschläge einreichen.
Unser ursprünglicher Antrag lautete:
Der Gemeinderat möge beschließen:

1. Die Ortsgestaltungssatzung wird möglichst bald überarbeitet.
2. Dazu wird noch in diesem Jahr eine Klausurtagung mit einem kompetenten Ortsplaner (evtl. Planungsverband besser Lehrstuhl für ländliches Bauen, TU München) zur Erarbeitung gemeinsamer Ziele durchgeführt.

Bauausschuss und Gemeinderat weichen immer wieder von der gültigen Ortsgestaltungssatzung ab. Zunehmend ist jeder Ansatz eines Gestaltungswillens abhanden gekommen. Kürzlich ist auf der wohl höchsten Erhebung in Zell – nach Realisierung überall im Gemeindegebiet gut sichtbar – eine Dachterrasse auf einem Bauteil mit Flachdach genehmigt worden. Eine eklatantere Abweichung vom traditionellen ländlichen Baustil ist kaum vorstellbar. Ähnlichen Vorstadtcharakter hat der Geschosswohungsbau mit Lampiondächern und Dacheinschnitten, der für betreutes Wohnen an der Jahnstr. geplant ist. Ebenfalls ist die Tendenz erkennbar, sich mit immer kleineren Baugrundstücken zufrieden zu geben. Schäftlarn triftet in das ununterscheidbare Bild eines Vorortes von München.

In ihren Wahlprogrammen haben alle Parteien und Gruppierungen Schäftlarns die Erhaltung des dörflichen Charakters von Schäftlarn beschworen. Also sind Bauausschuss und Gemeindrat wohl unbewusst dazu übergegangen, Bauwerke zu genehmigen, die sie eigentlich gar nicht wollen. Ziel der Klausurtagung muss unter anderem sein, den Blick für das zu schulen, was Bauen im ländlichen Raum bedeutet.

Die bisherige Ortsgestaltungssatzung nimmt den traditionellen Bauernhof zum Vorbild : Lang gestreckter rechteckiger Baukörper, weißer Verputz und Holzverkleidung. Der traditionelle oberbayerische Bauernhof hat keinerlei Dachaufbauten. Die Ortsgestaltungssatzung lässt trotzdem untergeordnete Dachaufbauten zu. Das führt zu seltsamen Ergebnissen: Dachgauben auf dem Humpl-Hof in Hohenschäftlarn, Zwerchgiebel auf der Südseite des Marxen-Hofes in Zell. An Abweichungen von den Regeln der Ortsgestaltungssatzung über Dachaufbauten hat man sich gewöhnt. Aber sollen nun alle Bemühungen, den ländlichen Charakter Schäftlarns zu erhalten, über Bord geworfen werden?

Im Gemeinderat besteht bisher Einigkeit darüber, dass eine einheitliche Ortsgestaltungssatzung für alle Ortsteile der Gemeine nicht sinnvoll ist. Zu unterschiedlich sind die überkommenen Baustile in Ebenhausen und Zell sowie in Kloster Schäftlarn einerseits und in Hohenschäftlarn und Neufahrn andererseits. Aber nun sollte auch endlich mit der Ausarbeitung der jeweiligen Anforderungen an die einzelnen Ortsteile begonnen werden.

Wichtig ist, welche Grundaussagen für alle Gemeindeteile gelten sollen und wie genau die Unterschiede in den Gemeindeteilen zu beschreiben sind. Ob und durch welche Maßnehmen man die Ortkerne von Hohenschäftlarn und Neufahrn in ihrer überkommenen Siedlungsstruktur erhalten kann, müsste untersucht werden. Sicher wäre für diese Teile der Gemeinde eine Gestaltungssatzung nötig, die schärfere Anforderungen stellt als die derzeitige. Andererseits dürften für Ebenhausen, Zell und Kloster Schäftlarn keinerlei Beschränkungen für Dachaufbauten sinnvoll sein, um dem dortigen Stil gerecht zu werden. Die Abgrenzung der unterschiedlich zu bebauenden Gemeindeteile wird eine schwierige Aufgabe darstellen. Bevor hierzu juristischer Rat eingeholt wird, sollte der Gemeinderat erst übereinkommen, welche Gestaltung er beabsichtigt.

Diskutiert werden sollte auch die zur Erhaltung der dörflichen Struktur erforderliche Mindest-Grundstücksgröße und ob und wie sie juristisch gesichert werden kann. Ich bin der Ansicht, dass die Grundstückspreise pro m³ umso stärker steigen, je kleiner die zulässigen Baugrundstücke werden. Also gewinnt man durch die Verkleinerung nicht viel. Ausschlaggebend für den Preis ist, dass man auf dem Grundstück bauen kann. In einem Einheimischen-Model kleinere Grundstücke zu zulassen, im übrigen aber strickt bei größeren Mindestgrundstücken zu bleiben, kann dagegen sinnvoll sein.

Hans-Jürgen Heinrich

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